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FORTY ELEPHANTS

KOSTÜMDRAMA

INHALT

In der Zeit um 1923 regiert die reine Frauengang „Forty Elephants“, geführt von ihrer Königin „Diamond Annie“, den Untergrund Londons. Marie Britain ist ein Teil dieser Gang und als es bei einem Raubüberfall zu einer Auseinandersetzung zwischen ihr und Diamond Annie kommt, beschließt sie trotz des Verbots, ihren Verlobten Edvard zu besuchen. Das Wiedersehen auf dem Wochenendschloss nimmt einen dramatischen Verlauf, da deutlich wird, dass das anerkannte Rollenverständnis der Geschlechter ein umgekehrtes ist. Eine folgenschwere Entscheidung steht bevor.

,,Weißt du, wie es ist, wenn man nichts tun kann, zuhause sitzt und wartet?  Mit der Angst, dass die Endlichkeit jede Sekunde an die Tür klopfen kann."

                  

Marie Britain 

HISTORISCHER KONTEXT

Die Forty Elephants, auch Forty Thieves genannt, waren eine rein weibliche Bande, die in den 1870er Jahren von ein paar dutzend, aus verarmten Verhältnissen stammenden Frauen gründetet wurde. Mit der Hilfe ihrer Gemeinschaft ermöglichten sie sich einen Weg in eine glorreichere Zukunft. Die Frauen wuchsen auf der Straße auf und erfuhren bereits im jungen Alter, dass die Welt kein sicherer Ort ist. Geprägt von dem Instinkt, endlich die Kontrolle zu erhalten, nach der sie sich so sehnten, überfielen sie Juweliere, Banken und Modehäuser und ernteten schnell großen finanziellen Erfolg.

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Die Forty Elephants traten gut koordiniert auf und begangen oft mehrere Straftaten gleichzeitig an verschiedenen Orten, um die Aufmerksamkeit der Polizei zu binden. Sie trugen speziell angefertigte Kleidung mit großen Innentaschen, die viel Platz zum Verstecken von Diebesgut boten. Auf diese Weise profitierten sie von den strengen Sitten des viktorianischen Zeitalters, die es den Polizeibeamten nicht erlaubten, Frauen gründlich zu durchsuchen. Sie trugen glamouröse Kleidung und hatten eine autoritäre Ausstrahlung. Die Gang war bekannt für ihre stylischen Kleider und wilden Partys. Ebenfalls waren sie berühmt dafür, schnelle Autos zu fahren, und neigten zu gewalttätigem Verhalten, wenn sie konfrontiert wurden. Die Gangmitglieder führten einen extravaganten und dekadenten Lebensstil, indem sie die Heldentaten der Filmstars und Flapper der Ära nachahmten. Ein Teil ihres Einkommens wurde verwendet, um Partyveranstaltungen zu finanzieren und in den Clubs, Kneipen und Restaurants, die die Mitglieder besuchten, großzügig Geld auszugeben. Den anderen Teil ihrer Beute sparten sie in einer gemeinsamen Kasse für den Notfall, dass eine Kaution bezahlt werden müsse, denn auch sie waren nicht immun

gegen das Recht und die Polizei. Während die Bandenmitglieder oft Kleidungsstücke stahlen, trugen sie die gestohlenen Kleidungsstücke normalerweise nicht. Ihre Beute wurde an ein Netz von Zäunen, Straßenmarkthändlern und Pfandleihern verteilt. 1920 schätzte Scotland Yard das tägliche Einkommen der Bande auf mehrere hundert Pfund. Das wohl bekannteste Mitglied, Diamond Annie, auch unter dem Namen ,,Diamond Queen/ Alice Diamond‘‘ bekannt, war schon im jungen Alter von 18 Jahren in die Machenschaften der Gang eingearbeitet worden und erlangte schnell die Position der Anführerin. Annie Diamonds Politik war es, ein paar strengen Regeln zu folgen, um die Machenschaften der Gang geheim zu halten. Eine Regel besagte, dass kein Outsider außerhalb der befreundeten Gangs in die Reihen etabliert werden durfte. Die Regeln wurden befolgt und der Gang-Alltag funktionierte verborgen in der Unterwelt Londons, bis sich Annies enge Freundin Marie in den Automobilmechaniker Edvard verliebte. Dieser war als Außenstehender eine Gefahr für die gesamte Gang. Doch auch nach Annies deutlicher Aufforderung, ihn zu verlassen, weigerte sich Marie, ihren neuen Geliebten nicht weiterhin zu sehen. 

Eine Eskalation zwischen der verbotenen Liebe und der Loyalität zu Diamond Annie stand voraus. 

CREDITS

Produktion

Buch & Regie

Regie-Assistenz

Lichtsetzende Kamera

Bildmontage & VFX

Script & Continuity

Color Grading

HENNER PEDA

GUSTAV KERSTING

Paul schilling

Linn sophie Torstenson

Nicolas Herwig

Felix Damm

Sophie nassauer

Ismael Bittaye

außerdem arbeiten über 20 talentierte Freunde und Kollegen an dem film, die jedoch nicht ihren Abschluss damit machen.

HENNER PEDA

GUSTAV KERSTING

&

„Als Paul uns von seiner Idee erzählte, einen Film über das Machtverhältnis zwischen Frauen und Männern zu machen und diesen zur Zeit der goldenen 20er spielen zu lassen, waren wir hellauf begeistert. Wir finden es wichtig, dass dieses leider immer noch aktuelle Thema der Emanzipation weiterhin filmisch aufgegriffen wird. Durch die zeitliche Ebene lässt sich das Thema nicht nur visuell eindrucksvoll erzählen, sondern verdeutlicht die Probleme unserer Zeit, ohne dass es mit einer politischen Korrektheit den Zuschauenden unangenehm belehrend verdeutlicht wird. Als Produktionsliebende ist das Setting der 1920er ein zusätzlich verlockendes Thema für uns." 

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PRODUZENTEN

PAUL SCHILLING

„Die 20er Jahre, insbesondere bezogen auf die Ästhetik, die Literatur und die Kunst dienten für mich schon immer als historischer Zufluchtsort aus der heutigen Gegenwart. Die Geschichte der Forty Elephants erzählt bereits vor hundert Jahren von einer individuellen Emanzipation der Frau. Jedoch gibt es bis heute so gut wie keine Aufzeichnungen als auch künstlerische Entwicklungen dazu. Dies finde ich erstaunlich, da dieser Stoff ebenso aktuell wie damals ist. Die Filmgeschichte war in den letzten Jahren von männlichen Protagonisten geprägt, insbesondere wenn es um das Thema Gewalt oder Macht geht. Dass dieses Bild schlicht und ergreifend veraltet ist, ist uns allen bewusst. Als filmische und literarische Grundlage dienen sowohl die Serie „Peaky Blinders“ als auch die Bücher Fitzgeralds. Seine Werke, wie „The Beautiful and Damned“, repräsentieren so einzigartig diesen damaligen Zeitgeist und dienen für meinen Abschlussfilm als starke Inspiration. Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ sehe ich in Bezug auf die Farbstimmung als Inspiration. Lars von Triers „Melancholia“, welcher in zwei Epilogen gegliedert ist, zählt zu meinen Lieblingsfilmen und hat mich bei der Dramaturgie stets begleitet.“

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REGIE

LINN SOPHIE

TORSTENSON

,,Man kann sagen, dass ich im Filmemachen etwas für mich gefunden habe, dass mich erfüllt, inspiriert und an dem ich viel Freude habe. Doch primär habe ich darin eine Aufgabe für mich gefunden. Die Aufgabe, Veränderung auszulösen. Ich finde kaum etwas faszinierender als einen Film, der sich leicht anfühlt und gleichzeitig in mir etwas auslöst, der mich bereichert, mich etwas lehrt oder mich zum Denken anregt, ohne dass es dabei eine aktive Entscheidung ist. Ich denke, Paul hat mit den Forty Elephants eine wunderbare Grundlage für ein unfassbar wichtiges Thema gefunden und ich bin sehr stolz, Teil davon sein zu können. Die wahre Gesichte aus den 20er Jahren, in der es eine reine Frauen Gang gegeben hat, die durch ihre kriminellen Machenschaften ganz London auf den Kopf stellte, ist genau die Sorte von Geschichte, die Veränderung auslösen wird. Es ist eben nicht nur eine ‚Fantasy Story‘, die erzählt wird, sondern eine Geschichte, die Teil unserer Welt ist, und erzählt werden muss. Dieser Film wird Frauen einen Raum und eine Plattform bieten, von denen es da draußen noch viel zu wenige gibt!’’ 

REGIE-ASSISTENZ

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DIE KUNST IM FILM

Was ist die Aufgabe von Kunst? Ich denke, diese Frage ist zugleich umstritten und ebenfalls ein fester Grundbaustein Ihrer Interpretation. Soll die Kunst aufwecken? Soll sie gesellschaftliche Normen anzweifeln und Themen, wie Moral und Politik, aufgreifen? Ich denke, diese Frage lässt sich nicht mit einem Satz beantworten. Schon gar nicht von einer einzelnen Person. Ich denke jedoch, dass ein fester Grundbaustein mit der Kunst immer einhergeht. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft. Kein Medium zeigt historische Ereignisse oder antike Menschenbilder so genau wie die Kunst. Sie übermittelt die Gedanken und Vorstellungen vergangener Gesellschaftsgruppierungen und repräsentiert beim Betrachten eine unvergängliche Gegenwart. 

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Warum entschiede ich mich daher dafür, die Kunst mit in unseren Film zu integrieren? Ich denke, eine so einzigartige  Geschichte, wie die der „Forty Elephants“, sollte auf historische  Bezüge nicht verzichten und welches Medium ist hierfür besser geeignet als das Medium Kunst. Die gezeigten Werke in diesem Film sollen das veraltete, unangemessene Frauenbild der damaligen Zeit aufgreifen und reflektieren. Die sorgfältige Bilderauswahl aus Werken des Expressionismus zeigt uns zum einen die damals „schwache“ und „sich der Männerwelt hingebende“ Frau. Zum anderen porträtiert Käthe Kollwitz („Frau mit Totem Kind“, 1903) das Leid eines missachteten Geschlechts. Abschließend zeigt uns „Marats Tod", gemalt von Edvard Munch, die berechtigte Zerstörungswut des weiblichen Geschlechts. Das Gemälde dient als symbolische Darstellung der „Revolution“ des weiblichen Geschlechts. Das veraltete, konservative Frauenbild wird, wie Edward Munchs alter Ego, ausgelöscht und die selbstbewusste und selbständige Frau zieht fort. 

- Paul Schilling, Regisseur

Roger de La Fresnaye, Married Life  

Käthe Kollwitz, Frau mit totem Kind

Lovis Corinth, Frauengruppe

Edvard Munch, Marats Tod I

Edvard Munch, Marats Tod II

UNTERSTÜTZUNG

Die Herstellung eines Films kostet viel Geld, besonders, wenn man eine Geschichte aus einer anderen Zeit darstellen möchte. Neben einer großen Crew hinter der Kamera braucht man gutes Equipment, Schauspieler, Kostüme und Make-Up, Transportmöglichkeiten sowie Unterkünfte und viele kleine weitere Bereiche, sodass am Ende ein perfektes Endergebnis entsteht.  

Warum wir ein perfektes Endergebnis erzielen wollen?

Neben dem eigenen Bestreben, seine Kreativität voll schöpfen zu können, ist ein guter Bachelorfilm sozusagen unser Türöffner, um in der Branche Fuß zu fassen.  Durch Filmfestivals hat man die Möglichkeit, andere auf sich aufmerksam zu machen, sodass diese mit einem zusammen arbeiten wollen. 

 

Mit eurer Hilfe können wir zeigen, dass wir nicht nur eine Bereicherung für unsere Branche sind, sondern auch das technische und künstlerische Know-how besitzen, um unseren Fußabdruck in der deutschen und internationalen Medienlandschaft zu hinterlassen. Daher würden wir uns sehr über eine Spende freuen.

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,,Das Leben beginnt aufs Neue, wenn es kühl im Herbst wird.‘‘

 

- Fitzgerald 

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MOODS

&

SKIZZEN

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